Wie DJO Logistik den Wareneingang im Home-Delivery-Geschäft organisiert
Ein Container kommt an. Darin befinden sich Möbel, Waschmaschinen und andere Haushaltsgeräte. Was zunächst nach einer klassischen Entladeaufgabe klingt, ist im Home-Delivery-Umfeld deutlich anspruchsvoller.
Denn die Ware muss nicht einfach abgestellt werden – sie muss der richtigen Tour zugeordnet, im System erfasst, korrekt etikettiert und dem vorgesehenen Zielbereich zugeführt werden.
Seit September 2026 übernimmt DJO Logistik genau diesen Prozess für den Home-Delivery-Bereich eines internationalen Logistikunternehmens in Nordrhein-Westfalen.
Rund neun Container pro Tag – und jeder muss richtig verarbeitet werden
Im Regelbetrieb werden täglich durchschnittlich neun Container abgewickelt. Je nach Ladung wird mit Gabelstaplern gearbeitet oder manuell entladen. Nach der Entladung werden die Waren den vorgesehenen Touren zugeordnet, gescannt und etikettiert.
Kommissionierung, Bereitstellung und Versandabwicklung bleiben beim Kunden. Diese klare Abgrenzung ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts: DJO übernimmt keinen beliebigen Teil der Lagerarbeit, sondern einen klar definierten Abschnitt innerhalb einer bestehenden Prozesskette.
Im Wareneingang entscheidet sich viel für den weiteren Ablauf
Für Projektleiter Sayd Muzaev liegt die eigentliche Herausforderung nicht in der physischen Entladung.
Im Wareneingang geht es nicht nur darum, einen Container schnell leer zu bekommen. Entscheidend ist, dass die Ware danach richtig zugeordnet und vollständig erfasst ist. Ein falscher Scan kann sich direkt auf die nachfolgenden Prozesse auswirken.
Steht ein Artikel am falschen Platz oder wurde einer falschen Tour zugeordnet, muss der Fehler erkannt und geklärt werden – je später das passiert, desto größer der Aufwand. Kontrolle, Kommunikation und schnelle Klärung von Abweichungen gehören deshalb ebenso zum Tagesgeschäft wie die eigentliche Warenbewegung.
15 Mitarbeiter, ein Vorarbeiter – und klare Verantwortlichkeiten
Das DJO-Team vor Ort umfasst 15 Mitarbeiter einschließlich Vorarbeiter. Dieser ist die zentrale Schnittstelle zwischen Team, Projektleitung und dem Kunden.
Für Sayd Muzaev bedeutet Projektleitung vor allem: organisieren, koordinieren und reagieren. Dazu gehören die Teamkoordination, kurzfristige Mitarbeiterwechsel, die Abstimmung mit Kundenseite und die Klärung von Scan- und Zuordnungsfehlern.
Ein gut eingespieltes Team braucht klare Verantwortlichkeiten und einen Ansprechpartner, der den Überblick behält. Wenn Kommunikation Teil der Leistung wird Im laufenden Betrieb lassen sich nicht alle Situationen vorausplanen. Mitarbeiter können ausfallen, Prioritäten sich verschieben, Ware anders als erwartet ankommen.
Ein großer Teil meiner Aufgabe besteht darin, dass Informationen schnell dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Wenn etwas nicht passt, müssen wir es direkt ansprechen – so vermeiden wir, dass aus einer kleinen Abweichung ein größeres Problem wird.
Ein externes Team funktioniert nicht isoliert. Es muss sich nahtlos in die vorhandene Organisation integrieren – und das erfordert strukturierte Kommunikation auf allen Ebenen.
Inhouse-Outsourcing bedeutet nicht, alles abzugeben
Das Projekt zeigt eine Möglichkeit für Unternehmen, die ihre Logistik nicht vollständig auslagern wollen: Statt nur zusätzliche Kapazität im Personal aufzubauen, wird ein klar abgegrenzter, personalintensiver Prozessschritt extern organisiert.
DJO verantwortet den Bereich von der Containerentladung über die Sortierung bis zur korrekten Erfassung – der Kunde behält die Kontrolle über alle nachfolgenden Abläufe. Operative Kapazitäten lassen sich so gezielt ergänzen, ohne die gesamte Logistikorganisation verändern zu müssen.
Was dieses Projekt zeigt
Entscheidend bei operativem Prozess-Outsourcing sind nicht die eingesetzten Mitarbeiter allein, sondern ein klar definierter Prozess, eindeutige Verantwortlichkeiten, zuverlässige Vor-Ort-Steuerung, korrekte Datenerfassung und die Fähigkeit, im laufenden Betrieb auf Abweichungen zu reagieren.
Die eigentliche Leistung des lokalen DJO Teams: Aus angelieferten Waren werden zuverlässig die richtigen Waren für die richtigen Touren.